SPuren von Mutti

Was bleibt von einem Menschen und warum bleiben manche Spuren sichtbar, während andere im Verborgenen verschwinden?

Das dokumentarisch angelegte Kurzvideo Spuren begibt sich auf die Suche nach den stillen, oft übersehenen Spuren von Frauen innerhalb der Familie. Ausgangspunkt ist Mutti: eine Mutter, Grossmutter und Urgrossmutter, deren Leben, Arbeit und Fürsorge Generationen geprägt haben, ohne je im Mittelpunkt zu stehen.

Da Mutti selbst nicht mehr lebt, übernimmt ihre Tochter «die Nonna» stellvertretend das Erzählen. In ihren Erinnerungen, Erzählungen und Gedanken wird Mutti wieder sichtbar und ihre Spuren werden nachgezeichnet.

In persönlichen Gesprächen und Beobachtungen erzählt Nonna repräsentierend aus dem Leben von Mutti. Von ihrer Kindheit, der Beziehung zu ihrem Mann, vom Muttersein und Grossmutterwerden. Ergänzt wird ihre Erzählung durch Passende Aufnahmen von einer Familienfeier sowie durch das Durchsehen alter Foto- und Videoaufnahmen. 

Eine Voiceover-Erzählung aus der Perspektive der Urenkelin (Carla) verbindet Vergangenheit und Gegenwart und stellt Fragen nach Anerkennung, Erinnerung und Weitergabe.

Visuell lebt Das Video von warmem Licht, einer ruhigen, authentischen Atmosphäre und bewusst unperfekten Momenten. Archivmaterial trifft auf aktuelle Aufnahmen, intime Interviews auf beiläufige Beobachtungen. So entsteht ein persönliches, ehrliches Porträt, das zeigt: Spuren müssen nicht laut sein, um nachhaltig zu wirken.